Der Naturschutzbund Gruppe Fulda und Künzell rät:

14.11.2019 Nistkästen schon im November säubern!

 

Zu Beginn des Herbstes die Nistkästen für die bevorstehende Brutzeit zu säubern. Singvögel, wie Meise, Kleiber und Sperling benutzen die Kästen als Unterschlupf für die Nacht. Vor dem Saubermachen sollte man überprüfen, ob der Nistkasten wirklich leer ist. Haselmaus, Fledermaus und Siebenschläfer verwenden ihn auch als Quartier. Ist der Kasten leer, entfernt man das alte Nistmaterial, in dem häufig irgendwelche Parasiten sich befinden. Man spült ihn mit heißem Wasser oder einer Kochsalzlösung aus. Anschließend darf er trocknen. Auf chemische Reinigungsmittel sollte man besser zum Schutz der Tiere verzichten.

 

Weiter Infos gibt Hans-Ulrich Sprenger

unter Tel.: 0661/33325


Foto: Andreas Chrostek, Eichenprozessionsspinner auf Nahrungssuche
Foto: Andreas Chrostek, Eichenprozessionsspinner auf Nahrungssuche

Der Eichenprozessionsspinner (EPS) hat viele natürliche Feinde.

Während Fledermäuse und Vögel Jagd auf ausgewachsene Falter machen, werden die Raupen nur von wenigen Vogelarten gefressen.

 Neben dem in Deutschland seltenen Wiedehopf ist u. a. der Kuckuck ein prominenter Gegenspieler auch späterer Raupenstadien. Diese können ihm mit ihrem Gift nicht schaden, da er die Fähigkeit besitzt, seine Magenschleimhaut mit den darin festsitzenden Brennhaaren herauszuwürgen.

Bedeutend sind daneben insbesondere räuberische Käfer wie der

Große Puppenräuber (Calosoma sycophanta),

Raupenfliegen (Tachinidae),

Schlupfwespen (Ichneumonidae) und

Brackwespen (Braconidae).

 

 

Während der Große Puppenräuber Jagd auf die Raupen macht, schaden die genannten Fliegen- und Wespengruppen dem EPS parasitär, indem sich ihre Larven im Inneren der Raupen (wie auch in denen anderer Schmetterlingsarten) entwickeln.

In Befallsgebieten etwa in Bayern wurden Raupenfliegen häufig bei der Eiablage des EPS beobachtet, in geöffneten Nestern wurden viele Puppen dieser Art gefunden.

Quelle: NABU

Mehr Infos: siehe Link

https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/wald/130506-nabu-hintergrundpapier-eichenprozessionsspinner-2.pdf

Der Eichenprozessionsspinner bevorzugt zur Eiablage freistehende, besonnte Eichen, d. h. Bäume an Waldrändern, in Parks, Ortsbegrünungen, Gärten, an Sportplätzen, Schwimmbädern usw., also gerade dort, wo sich Menschen oft aufhalten. In diesen Bereichen spielen Lichtquellen (z. B. Straßenlaternen, Flutlichtanlagen und beleuchtete Fenster) eine gewisse Rolle, die von den Faltern angeflogen werden.

Im geschlossenen Wald tritt er seltener auffällig in Erscheinung.