Vorträge des Jahres 2020


28.02.2020 Von 0 auf 50 km/h in einer Sekunde

Foto: A. Röhm Eröffnung der Vortragsreihe durch Hans-Ulrich Sprenger
Foto: A. Röhm Eröffnung der Vortragsreihe durch Hans-Ulrich Sprenger

Am 28. Februar 2020 fand im Umweltzentrum ein sehr interessanter Vortrag über die Libellen statt. Referent war Dr. Jochen Tamm. Hans Ulrich Sprenger eröffnete die VORTRAGSREIHE 2020.

Sie stehen in der Luft, schlagen Haken, segeln und können sogar rückwärts fliegen, die Libellen.

Dr. Jochen Tamm weiß noch mehr spannendes und interessantes über die Hochleistungsflieger der heimischen Insektenwelt zu berichten. Vor 300 Mill. Jahren gab es Libellen mit 72 cm Spannweite, heute sind es etwa 20 cm. Das lag am O² Gehalt der Luft. Alle Libellen sind Räuber. Auf dem Speiseplan der Larven stehen Larven von Artgenossen, aquatische Larven anderer Insekten, Wasserflöhe, Kaulquappen, ja sogar Fische, ins Wasser gefallene Insekten und was sich ihnen sonst so im Wasser bietet und überwältigt werden kann. Das ausgewachsene Tier macht Jagd auf Fluginsekten , wie Mücken, Fliegen, Schmetterlinge, und kleinere Libellen.

Je nach Art entwickelt sich die Larve innerhalb von 3 Monaten bis zu 5 Jahren zum flugfähigen Insekt (Imago). Die meisten erwachsenen Libellen leben zwischen ein bis drei Monate, es gibt aber auch wenige Ausnahmen.
Die Atmung der Larve erfolgt durch den Hinterleib. Es dient nicht nur dem Gasaustausch, sie kann sogar mit dem Rückstoßprinzip sich blitzartig fortbewegen.


21. Juli 2021 Dr. Bianca Reith stellt das Konzept des Tiergartens Fulda vor

Frau Dr. Bianca Reith, ist Tierärztin und Leiterin des Tiergartens Fulda, hielt im Rahmen des Monatstreff der NABU Gruppe Fulda und Künzell e.V. einen Vortrag über den Umbau und die konzeptionelle Neuausrichtung des ehemaligen (Heimat) Tiergartens in Fulda-Neuenberg.

Es soll im Mittelpunkt die Mensch– Tier– Begegnung stehen. Dabei werden nur Haus- und Nutztiere gezeigt. Sie betont mehrfach, dass bei dem neunen Konzept dem Tier Achtung und Respekt gezollt werden soll.

Anstatt die Tiere ständig zu füttern, sollte das Streicheln der Tiere im Vordergrund stehen. Dadurch wird dem aggressiven Verhalten der Tiere entgegengewirkt, die sehr stark auf das Kohlenhydratreiche Tütenfutter reagieren. In der Vergangenheit kam es sogar zu heftigen „Angriffe“ auf die Kinder im Streichelgehege. Darum wird in Zukunft gestreichelt und nicht gefüttert, denn das ist die Aufgabe der Tierpfleger.

Zum Schluss ihres Vortrages bot Frau Dr. Reith unserer Gruppe eine Führung durch den umgebauten Tiergartens Fulda an.  


20. Juni 2022 Einladung in den Tiergarten Fulda

Foto: A. Röhm
Foto: A. Röhm

Nachdem Frau Dr. Bianca Reith im Juli 2021 im Rahmen einer Monatsversammlung des NABU Fulda und Künzell e.V. einen Vortrag über das neue Konzept des Tiergartens Fulda gehalten hatte, lud sie nun die Gruppe zu einer Besichtigung der teils fertigen Anlage ein.

Der neue Tiergarten präsentiert sich auf den fertigen Flächen in einer großzügigen und qualitativ hochwertigen Gestaltung der Anlage und der Gehege. Haus- und Nutztiere sind der Schwerpunkt, wobei es hauptsächlich um den direkten Kontakt und Umgang der Besucher mit den Tieren geht, aber auch um deren artgerechte Haltung und Ernährung. Dabei versucht man, die Lebensweisen in den ursprünglichen Herkunftsländern der Tiere zu berücksichtigen, denn fast alle gezeigten (Nutz)Tiere haben einen „Migrations-Hintergrund“. Das übliche Füttern der Tiere mit Tütenfutter, das den Tieren in der Vergangenheit z.T. gesundheitlich schwer geschadet hat, ist damit endgültig passé.

Streicheln statt Füttern heißt das neue Motto.

Zusätzlich sollen Therapie-Angebote in das Portfolio des Tiergartens aufgenommen werden.

Wildtiere werden in Zukunft im neuen Tiergarten nicht mehr gehalten, da die vorhandenen Flächen für eine artgerechte Haltung nicht ausreichen. Vorhandene Wildtiere sollten daher in den Wildtierpark nach Gersfeld umziehen. Notwendige Gespräche sollen noch geführt werden.

Im neuen Eingangsbereich, über den die FZ aktuell in der Ausgabe vom 21.06. 2022 berichtete, wird eine Ausflugsgaststätte eingerichtet, die auch von der Tierparkseite getrennt genutzt werden kann. Von dem zukünftigen Betreiber der Gaststätte wird erwartet, dass er das neue Konzept des Tiergartens mit unterstützt. Es wird darauf Wert gelegt, dass die angebotenen Lebensmittel sowohl aus der Region, als auch aus artgerechter Haltung bzw. biologischem Anbau kommen.

 

Frau Dr. Reith ist Tierärztin und Leiterin des neugestalteten Tiergarten Fulda. Sie ist mit Herzblut bei der Sache, davon konnten sich alle Teilnehmer bei der Führung überzeugen. Selbst über Pony, Esel und Co konnten wir, viele, teils unbekannte Informationen zur Herkunft, Lebens- und Verhaltensweisen erfahren.

Wir wünschen ihr natürlich viel Glück und Erfolg mit „ihrem Baby“ Tiergarten und weiterhin viel Freude bei ihrer Arbeit.